Dungeon World Dienstag

Von kalten Büchern und magischen Turnieren
Pentamagisches Turnier

Zur Namensgebung der Akademie der großen Fünf
Eintrag aus den persönlichen Notizen Torolfs:

Die großen Fünf sind natürlich die fünf magischen Elemente, geleitet von vier Magiern.
Genialer Trick, oder unglaublich dumm ist ungeklärt.


Besuch in der Akademie bei Ferondals Lehrmeister Helmutsigfried Magenwald. Er ist keiner der großen vier, jemand dieses Namens verdient keinen Sitz im Rat.

Im Büro des Meisters

Zitat:

“Besser ein Finger eine Pfeife, als der ganze Körper eine Leiter”
Großvater Magenwald

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Faktensammlung:
  • Elementarbuch, stark verwurzelt mit den Elementen.
  • Muss in regelmäßigen Abständen, vermutlich alle paar hundert Jahre, aus der Quelle seiner Macht neu aufgeladen werden. Quelle des Elemantarfeuers verborgen im ewigen Eis der Weltenkrone. Das ist die einzige Möglichkeit es so zu isolieren, dass es nicht die gesamte Welt konsumiert.

Ferondals Augen leuchten, Torolf meldet Bedenken an.

  • Lage: Legendenumwobene Weltenkrone.

Meister Magenwald fördert auf der Suche nach sachdienlichen Informationen zur Lage dieses Ortes ein Pergament zutage, auf dem ein seltsames Zeichen zu sehen ist:

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Feroldal glaubt sich zu erinnern, dass es das Symbol einer Organisation sei, die sich auf das Hüten von Schätzen spezialisiert habe, ihre Existenz aber nie bewiesen wurde. Magenwald freut sich, dass die Lehrstunden wohl doch nicht ganz umsonst gewesen waren.

Tagebuchauszug:
“Bevor wir uns auf ein Himmelfahrtskommando begeben, möchte ”/characters/torolf-tiergarden-oder-so-hnlich" class=“wiki-content-link”>Torolf wissen, ob man das Buch nicht doch durch anzünden reaktivieren kann. Am besten solle er das gleich hier und jetzt ausprobieren. Meister Magenwald protestiert schwach, aber Ferondal ist schon dabei einen Feuerball zu beschwören. Nachdem kein messbarer Erfolg sichtbar ist stachelt der Barde ihn dazu an seine Anstrengungen zu verdoppeln. Das Buch bleibt leider unbeeindruckt, während Ferondal ein Fassgroßes Loch in die Außenwand des Zimmers seines alten Meisters pustet. Mit stoischer Gelassenheit schiebt der gute Mann ein Bücherregal davor, um ein wenig den Wind abzuhalten.
Der Meister appelliert an Ferondals Gewissen und seine Ehre, er müsse das Buch unbedingt retten, doch das war völlig unnötig. Für ihn stand bereits fest, er würde die Quelle des Feuers im ewigen Eis suchen und sein Heiligtum retten! Und weil das Risiko, dass dabei die ganze Welt abfackeln würde zu groß ist wenn er alleine geht, sind Torolf und ich ebenfalls dabei.

Wir beschließen, dass es das Beste sei ein wenig Hilfe mitzunehmen und wer wäre da besser geeignet als ein paar leicht beeinflussbare Magiestudenten. Unter dem Deckmäntelchen eines pentamagischen Turniers wollen sie die Besten unter ihnen herausfiltern und mit auf die große Reise nehmen. Selbstverständlich stellt das dann den letzten Teil der “Prüfung” dar und solle mit einem “Symbol der Macht” belohnt werden. Der Hut würde dem Gewinner prächtig stehen!"

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Durchbruch in Drek
Und täglich grüßt... Bumm und Schluss

Tag 4:

Rettung Tante Erna und restl. Kleinkram…
Duftspur von Tante Ernas Lager zu einer Hütte vor der Stadt
Utensilien für Zeitmanipulation
Ferondal und Mab stören das Ritual
Blitz – everything goes to hell
Sie erwachen mit einem riesen Kater…!

Tag 5:

Rettung Tante Erna und restl. Kleinkram…
Alle drei treffen sich an der Hütte vor der Stadt
Kampf mit den Kultisten und Bones:
Torolf erdolcht XY hinterrücks und versucht sich dann herauszureden. Der ist not amused
Ferondal wird von Bones gequetscht
Mab greift den Anführer der Kultisten in Form einer Schlange aus dem Hinterhalt an und verwundet ihn schwer, greift einen weiteren Kultisten an, speit Gift auf einen Dritten
Ferondal kämpft sich frei, Bones wendet sich Mab zu
Torolfs Angreifer wendet sich von ihm ab
plötzlich steht Mab da von drei Gegner umzingelt, verwandelt sich in Wüstensand
Schleift in dieser Erscheinung Bones Knochen und erstickt den Anführer
F. zerschmettert den Kopf des letzten Gegners mit seinem Feuerhammer, es regnet Blut und Gehirn
Zeit friert ein, außer für Mab
Begegnung und Auftrag Chronos, sie dreht die Sanduhr und nimmt damit an

Denkwürdige Dialoge:

Mab holt eines der Blätter aus der Tasche, um es Tante Erna zur Begutachtung zu zeigen. Tante Erna wird bleich bei dem Anblick, holt sofort ein Tuch hervor und pflückt es damit vorsichtig von Mabs Handfläche.

Tante Erna:
“Gutes Kind! Du kannst das doch nicht einfach so anfassen, das Zeug ist hochgiftig. Wie gut, dass nur ein Blatt davon in Umlauf ist, die Wirkung ist absolut tödlich!”

Mab windet sich etwas::
“Möglicherweise ist ein wenig davon abhanden gekommen”

Torolf::
“Und möglicherweise ist einiges davon in alle vier Winde verstreut worden”

Ferondal:
“Und möglicherweise ist ein beachtlicher Teil davon ins Wasser gekommen”

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Kräuter und Politiker
Und täglich grüßt... immer noch

… Fortsetzung

  • Zu dritt auf dem Weg zu Tante Erna – Ferondal schlägt das Kind nieder, das von der Brücke stürzen wird – Auseinandersetzung mit dem Vater des Kindes, es kommt zum Kampf
  • Mab verwandelt sich in Adler und fliegt zu Erna, kommt aber zu spät – Kampf mit dem Angreifer, er wird verletzt, kann aber durch eine Rauchbombe entkommen – Zurück bleibt nur ein Säckchen mit unbekannten Kräutern
  • Betrinken im Gasthaus, Torolf und Mab rauchen die Kräuter und fallen tot um

Dritter Durchgang:

  • Mab fliegt in Adlerform direkt zu Tante Erna, passt den Attentäter ab und fliegt mit ihm zur Residenz von Boldebart Feuerdampfer – lässt ihn vor Ferondals Füßen zu Boden – Säckchen mit Kräutern wird in alle Winde verteilt
  • Statt des Zwergenkindes verunglückt nun dessen Vater
  • Torolf bringt Boldebart Feuerdampfer dazu eine Ankündigung zu machen die Steuern zu senken, um den Aufstand zu verhindern
  • nächstes Ziel: Gespräch mit Tante Erna
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Boobs, bacon, unicorns
Und tägliche güßt... Well, that escalated quickly

Fortsetzung…
Ferondal und Mab verfolgen die Spur des Attentäters, bis sie sich am Eingang der Stadt verläuft. Unschlüssig stehen sie einen Moment auf der Straße, als sie von einem spitzen Schrei aus ihren Überlegungen gerissen werden. Ein Wachmann zeigt auf den geflügelten Hund, schreit “Monster!” und setzt sich in Bewegung, um sich mit seiner Hellebarde auf das Biest zu stürzen. “Haltet ein” Ferondal hebt beschwichtigend die Hände, “das ist mein Haustier!”. Er stockt kurz, “Elfchen”. Er grinst breit. Der Hund mit den gelben Katzenaugen dreht den Kopf zum Magier und starrt ihn durchdringend an, steht dann aber auf, läuft zu ihm herüber und schmiegt sich an sein Bein. Verwirrt hält der Wachmann inne, “das ist ein Haustier? Wie… ungewöhnlich”, er fängt sich wieder und blickt nun neugierig. “Nichtsdestotrotz herrscht hier Leinenpflicht für alle Haustiere. Ich muss sie also bitten die Leine anzulegen”. Die hatten sie nun leider nicht dabei. “Kein Problem” sagt die Wache, “ich habe immer ein paar auf Ersatz dabei” und reicht sie Ferondal. Der steht einen Moment lang verdattert mit der Leine in der Hand da und überlegt was er machen soll. Der Wachmann runzelt die Stirn und drängt “Ich muss leider darauf bestehen”. Unsicher beugt sich Ferondal hinunter und versucht dem Hund Mab das Halsband über den Kopf zu ziehen, aber als er sich der Druidin damit nähert beginnt sie zu Knurren. Er versucht es noch einmal, mit demselben Ergebnis und lächelt dem Mann nervös zu. Mit einem gewissen Unterton in der Stimme murmelt er “Nicht, dass Elfchen einfach wegläuft”. Mab versteht den Wink und läuft los, zwischen die Häuser. Hinter sich hört sie die Stimme des Magiers “Oh, Elfchen! Ich werde sie mal einfangen” und eilige Schritte hinter sich. Sie laufen zurück zu Tante Ernas Haus, um Torolf wieder einzusammeln, die Wache folgt ihnen nicht.

Torolf möchte unbedingt noch Tante Ernas Ladengeschäft im Händlerviertel “überprüfen”, nur für den Fall, dass sie dort sachdienliche Hinweise finden. Und bei der Gelegenheit könnte er ja nun auch gleich noch schauen, ob sie rein zufällig eine Einhornhaarseite finden. Sie finden das richtige Gebäude, die Tür ist aber natürlich verschlossen. Der Barde verkündet er wolle zunächst einmal anklopfen, holt Schwung und tritt mit Wucht gegen die Holztür. Lautes Splittern ist zu hören undTorolfs Fuss steckt in einem Loch in der Tür. Er versucht ihn heraus zu ziehen, steckt aber fest. Im selben Augenblick sind Stimmen und Schritte auszumachen. Es sind ein paar Wachen, die durch den Lärm aufmerksam wurden und nun auf sie zukommen, um nach dem Rechten zu sehen.Ferondal legt einen Schleier der Unsichtbarkeit über sie und irgendwie schaffen sie es den Barden zu befreien und um die Ecke zu verschwinden. Da stelltTorolf fest, dass sein geliebtes Geb-geweihtes Messer fehlt. Er stürmt um die Ecke, nun absolut sichtbar ohne den Schleier, und ruft den Wachen zu “Haltet den Dieb!”. Scheinbar außer Atem berichtet er von einer vermummten Gestalt, die ihn überfallen und versucht habe ihm sein Messer zu stehlen. “Er ist da lang gelaufen”, schnauft er und zeigt in eine Richtung. Die Wachmänner glauben ihm und nehmen die Verfolgung auf. Das gibt ihm die Gelegenheit sein Messer wieder einzusammeln und die Tür mit einem Griff durch das Loch von innen zu Öffnen. Zu dritt betreten sie das kleine Geschäft und im Hinterzimmer findet Torolf mit Mabs Hilfe tatsächlich seinen persönlichen heiligen Gral, eine Einhornhaarsaite und nimmt sie an sich. Eilig müssen sie durch ein Fenster auf die Straße flüchten , weil die Wachen zurückgekommen sind. Sie entkommen unbemerkt und beschließen zum Gasthaus zurückzukehren, da es erstmal nichts weiter zu tun gibt. Sie kehren also wieder in den Strohfriedrich ein, trinken und lauschenTorolf, wie er seine Balladen schmettert.

Sie erwachen am nächsten Tag mit einem mächtigen Kater. Seltsam, sie hatten doch gar nicht so viel getrunken. Als Mab die Tür öffnet, um sich draußen am Feuer das Frühstück zu holen, rattert ein Fuhrwagen vorbei und durchnässt sie komplett. Sie seufzt und begibt sich wie schon am Vortag erst einmal zum Waschzuber, um ein Bad zu nehmen. Dort sitzt sie und zupft sich Stroh und Stöckchen aus den Haaren, die Lyverin dort hineingeknotet hat. Torolf nimmt ein unerfreuliches Frühstück mit schrecklichem gebratenem Speck zu sich, was ihm gehörig die Laune verhagelt. Und weil er so ein herzensguter Elf ist, teilt er sie großzügig aus. Irgendwann machen sie sich auf den Weg Richtung Händlerviertel. Als sie über die Brücke kommen, fällt doch tatsächlich wieder so ein Zwergenkind über den Rand in den Fluss. Wirklich?! Also schön, Mab zwingt die Fluten mit ihrer Elemantarmagie zurückzuweichen und das Kind freizugeben. Anschließend wird es mit einer Schimpftirade Torolfs bedacht, was eigentlich mit ihnen los sei, ständig ins Wasser zu fallen und dass sie doch woanders Spielen sollen, als auf einer Brücke. Grummelnd lässt er das verschreckte Kind stehen und sie gehen weiter. Am anderen Ende angekommen fällt ihnen einen Menschenansammlung auf, die lautstark gegen die Erhöhung der Steuern protestiert. Seltsam, genau wie gestern.
Torolfs schlechte Laune erreicht einen neuen Höhepunkt, als er auf eine Kiste steigt und die Menge anstachelt. In einer marodierenden Horde ziehen sie zum Kampf gegen die Wachen und die Burg, wo sie sich einen blutigen Kampf liefern.
Die drei Gefährten begeben sich zur nächsten Wache und erkundigen sich über den Stand der Ermittlungen im Mordfall Tante Erna. Der Wachmann ist offensichtlich verblüfft, “Tante Erna? Da ist uns nichts bekannt. Wollen sie einen Mord melden?”. Da fällt bei Ferondal der Groschen. “Ich sag doch, dass sich alles wiederholt. Da ist was faul!”. Plötzlich ist Torolf ganz aufgeregt: “Wir hängen in einer Zeitschleife fest. Lasst uns die Sau rauslassen!” ruft er ganz verzückt und seine Augen beginnen zu glänzen.

Erstes Ziel auf dem Pfad des Wahnsinns ist das Freudenhaus im Hafenviertel, wo sich die beiden Männer jeweils zwei Huren bestellen und mit ihnen im obersten Stockwerk auf dem Zimmer zu verschwinden. Mab zieht es vor draußen zu warten, wo sie dann beobachten kann wie Torolf aus dem Fenster springt und elegant zu Boden segelt. Als dann der Kopf des Magiers im Fensterrahmen erscheint, ahnt sie schon was passieren wird und verdichtet die Luft über dem Boden so, dass Ferondals Sturz zumindest so weit abgefedert wird, um sich nicht ernsthaft zu verletzen. Verrückte.

Jetzt ist es Zeit für das Abfackeln. Ferondal kann es kaum abwarten etwas anzuzünden, beschwört einen Feuerball und wirft ihn ohne Umschweife auf das nächste Gebäude. Das strohgedeckte Dach fängt sofort Feuer. Leute schreien und Wachen kommen angerannt, um sich der Gefahr entgegen zu stellen, doch die drei sind nicht mehr aufzuhalten. Der Magier wirft Feuerbälle auf die umliegenden Häuser, ein von Mab freigesetztes Feuerelementar randaliert wahllos und Torolf stößt wilde Beschwörung aus: ein Feuerblitz fährt auf
einen seiner Angreifer hernieder und verbrennt ihn innerhalb eines Wimpernschlags zu einem Häuflein Asche. Doch der Widerstand wird immer größer, nun gehen die Stadtwachen mit Pfeilgeschützen gegen sie vor. Die Druidin erhebt die Arme und ein geisterhafter Wind umspielt ihre Gestalt. Ihre Konturen verschwimmen und plötzlich ragt ein etwa vier Meter hoher Riese an ihrer Stelle auf. Er reißt den Balken eines brennenden Dachstuhls ab und schleudert ihn gegen die Wachen, doch Geschick scheint nicht seine Stärke zu sein, es richtet nicht allzu viel Schaden an. Ferondal, der neben ihr steht, streckt ehrfürchtig die Hand aus und nun stehen die Verteidiger der Stadt plötzlich zweien dieser Riesen gegenüber. Gemeinsam Trampeln sie durch deren Reihen. Torolf versucht sich unterdessen im Nahkampf zu behaupten. Mab verwandelt sich zurück. Nackt steht sie einer Kopie ihrer selbst gegenüber, die beglückt auf die eigenen Brüste starrt. Sie konzentriert sich auf das Element Feuer und zwingt die Funken der umliegenden Brände auf die Kleidung der Stadtwachen überzuspringen, doch leider trifft das auch ihre Gefährten. Während sich die meisten der Betroffenen schnell durch Wälzen davon befreien, kämpft Torolf unverdrossen weiter, während sich die Flammen über seinen Körper ausbreiten. Während Ferondal sich zum Löschen in den angrenzenden Fluss rettet, springt Mab dem Barden im Kampf Mann gegen Mann bei. Immer noch brennend, schwingt er seine Waffe gegen einen Zwerg mit seiner Axt. Beide Gefährten werden wiederholt von Bolzen getroffen und trotz des Schadens, den sie anrichten und der heilenden Berührung, die die Druidin auf den Barden wirkt, vermag sie diese Verletzungen auf Dauer nicht auszugleichen. Torolf geht zu Boden. Sie hört Ferondals Stimme aus der Ferne, verwandelt sich in einen Adler und schnappt sich den Magier. Schwer verletzt flüchten sie aus der Stadt hinaus. Von einem weit entfernten Baumwipfel aus beobachten sie die lodernde Stadt. Und während sie auf den Einbruch der Nacht warten hoffen sie, dass Ihre Theorie richtig war. Irgendwann schlafen sie vor Erschöpfung ein.

Sie erwachen am nächsten Tag mit einem mächtigen Kater…

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Tod einer Kräuterfrau
Und täglich grüßt... The beginning

Auf dem Weg nach Drek lagert eine Gruppe Elfen, die eine paar verschollene Kopfgeldjäger suchen. Torolf und Ferondal wissen nicht einmal, wie Mab entkam und der Schauplatz dieses Kampfes aussah, da sie ihr nicht gefolgt sind, als sie noch einmal zurückging, um ihre Sachen zu holen. Als sie die Fremden also nun am Lagerfeuer entdecken, lässt Mab nur verlauten, die seien einfach umgefallen und murmelt vor sich hin, dass ja auch keiner ahnen konnte, dass die Kerle nichts aushalten. Torolf pflichtet ihr umgehend bei, “die Wurst” sei ja auch einfach zusammengeklappt. Sie beratschlagen kurz, beschließen aber, dass sie wegen ein paar Fremder, die eigentlich keinen Zusammenhang zwischen ihnen und dem “Unfall” erstellen könnten, keinen Umweg machen wollen und gehen direkt an ihnen vorbei. Im Vorbeigehen ruft ihnen einer der Männer hinterher und entrollt dabei einen Steckbrief von Mab. Ferondal reagiert sofort und legt einen Schleier der Unsichtbarkeit über sie, nur leider reicht der nicht mehr für ihn selbst. So steht er nun absolut sichtbar neben seinen Freunden auf dem Weg, die unter dem Schleier verborgen sind. Mab und Torolf kichern und tuscheln, was den Fremden mit einem Stirnrunzeln näher kommen lässt. Ferondal behauptet die Geister haben ihm Gesellschaft geleistet, denn er sei ein Nekromant. Mab unterstreicht diese Aussage, indem sie Lyverin – der sie seither begleitet – herbeiruft und auf Ferondals Schulter landen lässt. Der Fremde ist beeindruckt und schockiert zugleich, da die Nekromantie nicht nur eine seltene, zudem auch verbotene Kunst ist. Aber irgendwie schafft der Magier es sich aus der Situation herauszureden. Der Fremde verabschiedet sich und kehrt zu seinen Freunden
ans Feuer zurück. Anschließend wird von den drei Gefährten kurz und heftig diskutiert, ob man der Truppe nicht sicherheitshalber gleich den Garaus machen soll, entscheidet sich aber dagegen und zieht Richtung Drek. Sollten die sich zu einem Problem entwickeln, würden sie sich später darum kümmern. Zum Einbruch der Dunkelheit erreichen sie die Tore von dem Küstenstädtchen Drek und die alte Wache lässt sie mit Empfehlung meherer guter Gasthauses hinein – den Strohfriedrich, den hölzernen Storch und dem Steinkeller. Sie entscheiden sich für den Strohfriedrich, der klingt einfach am sympathischsten. Sie durchqueren den Ort einmal fast komplett, bevor sie den Strohfriedrich erreichen. Unterwegs schließen sie noch Bekanntschaft mit einem Zwerg, der sie prompt zu dem Gasthaus begleitet und ihnen eine Runde äußerst starkes Zwergenbier ausgibt. Es wird eine feucht-fröhliche Runde, bei der Ferondal versucht Torolf dazu zu überreden, mit ein paar Humpen voll brennendem Zwergenschnaps zu jonglieren, Torolf das Zwergenglücksspiel 4-Zwergen-Trumpf erlernt (das ist wie “die 3 Zwerge im Loch und der 4. obendrauf” nur, dass du beim Pasch aussetzen musst) und dabei einiges an Gold gewinnt, während Mab es verliert (jeweils 20g) . Ferondal, mittlerweile in komatösem Zustand, wird
zwischen all dem Stroh in diesem Gasthaus sicherheitshalber feucht zum Schlaf gebettet und so können die Freunde am nächsten Morgen feuerunfallfrei Richtung Kräuterfrau aufbrechen.
Der Weg zum Händlerviertel gestaltet sich schwieriger als erwartet. Zuerst begegnen sie einer Gruppe spielender Zwergenkinder (inklusive Bart und Kettenrüstung), doch kaum sind sie an ihnen vorbei, hören sie einen Schrei und ein Platschen, als eines der Kinder von der Brücke in den darunterliegenden Fluss stürzt. Sofort hat Torolf einen wilden Plan bereit: er bindet sich ein Seil um den Bauch, das Ferondal am Pferd befestigen soll, während er dem Kind hinterherspringt und Mab die Wassermassen dazu zwingt vor ihm und dem Kind zurückzuweichen. Ganz einfach. Er ruft Mab ein paar Sätze zu, während er beginnt seinen Plan in die Tat umzusetzen. Die Druidin, die sich gerade bereit gemacht hatte sich in einen Seelöwen zu verwandeln, um dem verunglückten Kind hinterher zu tauchen, versucht sich einen Reim auf die bruchstückhaften Anweisungen zu machen und ruft hastig ein Wasserelementar an. Das Wasser beginnt zu sprudeln und treibt den kleinen Körper wieder an die Oberfläche des Flusses, wo Torolf es mit dem Seil um den Bauch im Sturzflug ergreift. Leider kann Ferondal das Gewicht nicht hochziehen und Torolf verlangt lautstark, Mab möge auf der Stelle das Flussbett trocken legen, damit sie an Land laufen könnten. Verwirrt kommt die Druidin seinem Wunsch nach. Mit einem Scheppern lässt er den jungen Zwerg zu Boden fallen – die halten schon etwas aus – und spaziert dann ganz lässig mit dem Kind im Schlepptau wieder an Land. Anschließend animiert er den Jungen, der sich gerade bei Mab für seine Rettung bedankt hatte, dazu den Singsang “Mab die Mächtige” anzustimmen, der sich schnell verbreitet.

Danach setzen sie den Weg zu Tante Erna fort, doch bevor sie das richtige Viertel erreichen können, geraten sie in einen Konflikt zwischen der Stadtwache und einer Ansammlung aufgebrachter Anwohner, den Mab kurzerhand mit einer Dusche magisch gelenkten Flusswassers abkühlt.
Sie schlängeln sich durch die Seitenstraßen bis zu Tante Ernas Haus. Als auf Klopfen niemand reagiert sehen sie sich genauer um und entdecken die Frau ermordet – mit einem Dolch in der Brust – in ihrem Haus. Ferondal nimmt die Spur des Täters magisch auf und Mab folgt der Geruchsspur in der Form eines geflügelten Bluthundes, während Torolf sich auf den Weg macht, um die Wachen zu verständigen.

… to be continued

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Die Zaubermandoline
Steinriesen schlafen nicht tief

Auf ihrem Weg stolpern unsere Gefährten sozusagen über einen seit Jahrhunderten schlafenden Steinriesen. Sein Kopf ist bemoost und sein schlafender Körper bildet eine Hügellandschaft. Torolf ist völlig fasziniert von diesem Geschöpf. Nicht nur hatte er darauf bestanden den Riesen nicht zu umgehen, nein, er verspürte auch das dringende Bedürfnis dem jahrhundertealten Wesen ein Liedchen zu spielen. Tief in sich versunken spielte er eine Melodie, die einfach zu ihm kam. Über die Welt und die Zeit und ihre Anfänge. Plötzlich ging ein Beben durch die Erde. Der Steinriese öffnete die Augen und erhob sich. Erde und Felsbrocken rieselten herab, die allesamt groß genug waren sie wie Ameisen zu zerquetschen.

Mit einem Hechtsprung bringt sich Torolfs in Sicherheit vor den herabfallenden Steinen, da ertönt plötzlich ein schrecklich knackendes Geräusch. Der Barde erstarrt und traut sich kaum hinzusehen, aber er muss feststellen, dass eine Saite seiner kostbaren Mandoline gerissen ist. Ungläubig starrt er auf sie hinab und Verzweiflung macht sich in seinen Zügen breit. Der Steinriese stellt sich als Brock vor und verlangt die Musik weiter zu hören, doch das ist schwer zu bewerkstelligen, wenn man weder eine funktionsfähige Mandoline, noch eine Ahnung hat, wie man dazu kam sie zu spielen. Zu ihrem großen Glück lässt Brock sich vertrösten. Zeit spielt für ein Wesen seiner Art keine allzu große Rolle und das verschafft ihnen ein wenig Spielraum.

Torolf muss das mit der Mandoline unbedingt wieder in Ordnung bringen und am liebsten würde er auch vermeiden, dass die Akademie Wind von der Beschädigung des uralten Kunstwerks bekommt. Nun gilt es eine Einhornhaarsaite zu ersetzen. Keine einfache Aufgabe.
Doch vorher müssen sie mit einem Steinriesen fertig werden, der ein Liedchen hören will. Ein ganz bestimmtes Lied. Eins, das ihn aus dem Schlaf geweckt hat, weil es ihn an die Entstehung der Zeit erinnert.

Und so ziehen sie los, eine Einhornhaarsaite suchen. Oder zumindest vorerst irgendeine Saite, denn spielen könne er auf dem Instrument ja eigentlich mit jeder Saite beliebigen Materials wieder, wie Mab plötzlich anmerkt. Das ist eine großartige Idee befinden sie und suchen das Örtchen Platsch auf. Sie haben Glück und der Ort verfügt über einen Laden, der auf Instrumente spezialisiert ist. Leider sind es Flöten, doch einen Grundstock an diversen Ersatzteilen für die gängigsten Instrumente hat der Besitzer glücklicherweise trotzdem zu bieten. Weniger erfreulich sind für Torolf allerdings die abfälligen Bemerkungen, die der Blockflöten Feriez über das restliche Spektrum der Instrumente macht, das nicht zu den Flöten zählt. Nach einer Weile der unterschwelligen Beleidigungen tut er sein bestes, um den arroganten Schnösel in die Schranken zu weisen. Als Mab dann auch noch zusätzlich verkündet, dass sie mit Flöten noch nie etwas anfangen konnte ist die Abneigung definitiv gegenseitig, doch immerhin hat er seine Mandolinensaite bekommen.

Sie reisen zurück zu dem Riesen, der gerade damit beschäftigt ist mit Häusern aus der Umgebung Weitwurf zu spielen. Sie können gerade noch verhindern, dass er einer ganzen Familie auf diese Art das Fliegen beibringt, indem Mab ihn schalt wie ein Kleinkind. Aus irgendeinem Grund hört der Riese auf sie und setzt das vollbesetzte Haus wieder auf festen Grund. Der große Kerl ist nicht direkt Böse, doch kann er den Unterschied nicht erkennen, dass seine Handlungen Schaden bei praktisch jedem außer ihm anrichten. Vor Aufregung zitternd versucht der Barde sich in die richtige Stimmung zu versetzen, um das Wunder der Musik wiederholen zu können. Alle halten den Atem an, als er beginnt zu spielen und zu singen, doch seiner Darbietung entspinnt sich derselbe Zauber und der Brock schläft wieder ein.

Erleichtert ziehen sie weiter.

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Zurück in die Heimat
Das Wiedersehen
  • Cassandra von der Unsinkbaren Jungfrau XI reist nach Bahia, um Torolf und Ferondal zu holen, damit sie Mab retten
  • Mab erwacht mit den Händen auf den Rücken gekettet in einem Käfig, der offenbar auf einem Karren steht. Jeglicher Versuch eine Verwandlung vorzunehmen, oder ihre Magie anzuwenden wird scheinbar von ihren Fesseln unterdrückt. Sie wird verhöhnt, es sei gar nicht so schwer gewesen sie zu fangen, “die große Mab”. Sie bekommt täglich Essen hingestellt, teilt es mit einer Maus die sabotiert dafür die Fahrt indem sie dem Ochsen ins Bein beißt. Der Karren verunglückt, der Ochse flüchtet, die Fahrt kommt erstmal zum Stehen.
  • In der Zwischenzeit macht Ferondal auf Tourist und besucht die Sehenswürdigkeiten der Stadt Goldglanz, wo er ebenfalls ein prächtiges Schmuckstück in Form von Gebs Wappen in Auftrag gibt, um es Torolf zum Geschenk zu machen.
  • Torolf und Ferondal kommen in Goldglanz an, wo Torolf seinen Titel als Ober-Barden-Motzki einfordert. Mit diesem Wisch marschiert er dann sogleich zum Amt, um dort Mabs sofortige Entlastung einzufordern. Er bürge dafür, dass sie mit ihnen zusammen bereits an Bord der unsinkbaren Jungrau und auf hoher See gewesen seien. Plötzlich ist Tumult draußen zu hören und Ferondal lässt sich selbst mit in das Büro. Der Amtsschimmel setzt die Suchanfrage und das Kopfgeld für Mab aus, erwähnt aber nebenbei, dass sie bereits in dern Nähe von Eckhain bereits von einer Gruppe Kopfgeldjäger festgesetzt worden sei und die eigentlich auch schon eine Woche überfällig seien. Sie brechen sofort auf.
  • In der Zwischenzeit hat es im Eckhain zu Schütten begonnen. Das Tuch über Mabs Käfig läuft voll und durchnässt sie schließlich komplett. Sie überredet die “Wärter” eine Decke über den Käfig zu werfen, um die “Investition zu schützen” und einen von ihnen sogar dazu zu ihr hinein zu kommen, um sie ein wenig abzutrocken. Das war wie zu Erwarten eine blöde Idee, denn sie tritt ihm mit Schmackes in die Eier und bringt dem anderen eine blutige Nase ein. Sie ziehen sich in ihr Zelt zurück und es schüttet weiter, während die Nacht hereinbricht. Als der Mond aufgeht stimmt sie wolfsartiges Geheul an und es dauert auch nicht lange, bis eine Antwort aus dem Wald schallt. Sie nimmt telepathische Verbindung zu den Tieren auf und bittet das Rudel um Hilfe, sie sollen die Männer in dem Zelt angreifen. Die Wölfe umkreisen den Zeltplatz und wie auf ein Kommando greifen sie an. Kurz sind noch einige Schreie aus dem Zelt zu hören, dann nichts mehr. Mab bedankt sich für die Hilfe der Wölfe und steht nun in ihrer Schuld. Sie freut sich über diesen Sieg, lässt sich aber einen ganzen Tag Zeit über die Ereignisse nachzusinnieren.
  • Torolf hat zwei gute und schnelle Pferde besorgt, mit denen sie Richtung Eckhain jagen, um Mab aus den Fängen der Kopfgeldjäger zu retten. Sie kommen schnell voran und so erreichen sie nach einem Tag den Hain und überlegen nun, wie sie die Suche am besten beginnen sollen. Ferondal ist der Meinung das Ausräuchern des Waldes führe am sichersten und schnellsten zu dem gewünschten Ergebnis und lässt seine Feuermagie auf die Bäume los. Diese sind vom Regen des letzten Tage jedoch so nass, dass sie nur ein wenig dampfen, aber sich nicht entzünden. Daraufhin beschließen sie nun doch dem Plan des Barden zu folgen und einem der Hauptpfade zu folgen.
  • Mabs düstere Stimmung beginnt zu verfliegen und sie beschließt diesen grässlichen Ort jetzt zu verlassen. Sie ruft einen der Vögel, die sich nun über die Leichenreste hermachen zu sich und überredet ihn ihr die Schlüssel von einem der Kopfgeldjäger zu holen. Das Tier geht darauf ein und lässt ihr den Schlüsselbund direkt in die Hände fallen. In dem Augenblick, in dem sie sich von den Fesseln befreit bricht die ganze aufgestaute, unterdrückte Magie aus ihr heraus und wird freigesetzt. Es bildet sich ein Eisfeld rund um ihren Käfig und sie verwandelt sich mit einem Schlag in einen riesen Grizzlybären. Mit einem Brüllen schreit sie ihre Erleichterung heraus.
    Torolf und Ferondal sind nur eine Wegbiegung entfernt, können sich aber nicht einigen, ob sie dem Brüllen entgegen, oder vor ihm fliehen sollen. Ferondal ist der Ansicht hierbei könne es sich nur um Mab handeln, während Torolf der Meinung ist, man sollte einem wütendenden Bären nicht in die Tatzen laufen, wenn man ihn hört. Ihre lautstarke Diskussion ist weithin zu hören und Mab traut ihren Ohren nicht, als sie die Stimmen der beiden vernimmt. Ohne nachzudenken stürmt sie darauf zu.
    Auf die beiden Männer kommt plötzlich ein riesiger Bär zugestürmt, vor Schreck verstummen sie in ihrem Streit und aus Reflex wirft der Magier dem Ungetüm erstmal einen Feuerball entgegen. Das Geschoss fliegt auf den Bären zu, prallt aber kurz bevor er auf ihn trifft auf eine Barriere aus Eis, die das Feuer anschließend einfach verschlingt. Ferondal dreht sich triumphierend zu Torolf um und sagt: “Siehst du? ”/characters/mab" class=“wiki-content-link”>Mab. Hab ich doch gesagt" und marschiert los. Die Druidin, immer noch in ihrer Bestiengestalt, nimmt den Magier freudig in ihre Pranken und drückt ihn herzlich. Jetzt erkennt auch der Barde ihre gelben Katzenaugen, die nicht so recht zu dem Bären passen wollen und lässt den Stein sinken, den er gerade hatte werfen wollen. “”/characters/mab" class=“wiki-content-link”>Mab!" ruft er “ich dachte du seist gefangen worden?!”. Mab verwandelt sich in eine sehr nackte Version ihrer Selbst zurück und antwortet schulterzuckend “die sind einfach umgefallen”. Sie grinst übers ganze Gesicht “was macht ihr denn hier?!”. Torolf plustert sich auf “Na was wohl, wir sind gekommen um dich zu retten”.
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Mab auf neuen Wegen

Auf neuen Wegen

Da war sie nun: verletzt und fast taub – es blieb nunmal nicht ohne Folgen, wenn man einen Gott erschlug – und ein anderer Gott stand vor ihr und bot ihr an, ihren sehnlichsten Herzenswunsch zu erfüllen. Ihr klangen noch immer die Ohren von der Explosion und sie schwankte leicht. Obendrein war es grundsätzlich eine schlechte Idee sich von höheren Wesenheiten einen Wunsch erfüllen zu lassen, egal ob Gott oder Fee. Aber sie war am Ende ihrer körperlichen und mentalen Kräfte und es gab da tatsächlich etwas, das sie sich mehr als alles andere wünschte. Hätte sie nur nicht solche Probleme sich zu konzentrieren, dann könnte sie das sicher genau formulieren, aber schließlich brachte sie nur heraus, was ihr gerade durch den Kopf ging: “ich wünsche mir, dass der Schaden, den ich seinerzeit in meiner Heimat angerichtet habe, negiert wird und ich wieder zurückkehren kann”. Der Gott nickte, “So soll es sein” und sie fühlte, wie die Erleichterung sie durchflutete. Plötzlich hatte sie das Gefühl die Geister riefen sie nach Hause, am besten jetzt sofort. Konnte das möglich sein? Sie musste es herausfinden, sie musste zurück nach Kalaa in die Berge, wo sie hingehörte.

Die Reise nach Tesserdan verging wie im Flug und als sei es ein weiteres Zeichen, ankerte die “Unsinkbare Jungfrau X” gerade im Hafen, als warte sie auf sie…

Torolf und Ferondal wollten bleiben. Ferondal wollte sich weiter dem Studium seiner selbstmörderischen Feuerskunst widmen und Torolf war der Meinung die Verbreitung seines Glaubens sei in der Heimat Gebs nunmal am leichtesten. Nach ihrer langen gemeinsam verbrachten Zeit fiel es ihr fast schwer sich von ihnen zu trennen. Sie waren oft unvernünftig, zu risikofreudig und ihrer Meinung nach verrückt, aber sie hatten ihren eigenen Ehrenkodex und sie traten dafür ein. Aber so war das nunmal, das Leben bestand aus Wandel und dieser Abschnitt war eben vorbei. Sie stieg an Bord des Schiffes. Nicht einmal über Nacht war sie in der Stadt geblieben, die Belohnung sollte Torolf für sie verwalten. Geld hatte ihr nie viel bedeutet und dort wo sie hinging, brauchte sie es ohnehin nicht.
Die Reise verlief ohne Zwischenfälle und im ersten Hafen von Kalaa angekommen verwandelte sie sich in einen Vogel und flog den Rest des Weges zurück zum Hain der Alten. Das ging am Schnellsten, außerdem reiste sie so inkognito, da es ja immernoch diese lächerliche Suchmeldung nach ihnen gab.

8 Monate später:

Sie saß auf dem kalten Boden einer Zelle, den Kopf an die Wand gelehnt und wartete darauf, dass die Mistkerle, die sie gefangen hatten, wiederkamen. Sie wusste bis jetzt noch nicht so genau, wie sie es geschafft hatten sie zu überwältigen, aber nun saß sie in diesem Dreckloch fest, mit einer riesen Beule am Hinterkopf. Sie konnte fühlen wie die Mondphasen wechselten. Diese Widerlinge hatten einen Fall fingiert und sie damit in eine Falle gelockt. Sie hatte es zu spät bemerkt und auch wenn sie ordentlich Schaden unter ihnen angerichtet hatte – sie durften sich über ein paar hübsche neue Narben freuen und einer hatte dabei ein Auge verloren – war sie ihrer geballten Kraft nicht gewachsen gewesen. Sie war sich ziemlich sicher, dass ein Magier unter ihnen war, denn als sie sich gewehrt hatte, hatte sie ein unsichtbares Gewicht auf sich herabgesenkt gespürt, dass sie niedergedrückt hatte. Und einer von ihnen war Jäger. Er hatte die Falle vorbereitet und wusste was er tat. Ihm hatte sie das Auge genommen, denn er hatte nicht mit dem zuckenden Skorpionschwanz gerechnet, der plötzlich auf sein Gesicht zugeschnellt war. Offensichtlich hatte er ein solches Tier noch nie gesehen, sonst wäre dem erfahrenen Jäger nicht ein solcher Fehler unterlaufen. Manchmal stand er nachts ein Stück von ihren Gittern entfernt und starrte sie an. Sie zeigte ihm den Mittelfinger und grinste ihr wölfischstes Grinsen. Sie hatte ihre Möglichkeiten diese Männer zu belauschen und so wusste sie mittlerweile, dass sie Kopfgeldjäger waren. Sie hatten die Belohnung von dem Gasthausbrand gesehen und sie aufgespürt. Und so biss es ihr in den Arsch, wie der Tiger der langsamen Gazelle. Dieser verrückte Magier und seine verdammte Zündelei! Trotzdem vermisste sie ihn irgendwie. Und den Barden, mit seiner runenvernarbten Powermandoline. Nein! Diese beiden Chaoten hatten sie erst in diese Lage gebracht und dann hatte sie monatelang Kindermädchen für sie spielen müssen. Und was passierte, wenn nicht, konnte man jetzt ja sehen. Sogar Monate später und hunderte Kilometer entfernt brachten die zwei ihr noch Ärger ein. Sie grummelte vor sich hin, wie gerne hätte sie jetzt ihr Pfeifchen geraucht. Aber das hatten sie ihr natürlich abgenommen. Sie seufzte. Ihre Gedanken schweiften zu der Nacht zurück, in der der ganze Ärger begonnen hatte:

Fröhlich hatten sie im Gasthaus gefeiert. Sie hatten getrunken und Karten gespielt, während der Barde zur allgemeinen Unterhaltung seine Balladen schmetterte. Sie selbst hatte an diesem Abend ebenfalls tief ins Glas geschaut und war ziemlich angetrunken mit dem knackigen Wirt in der Speisekammer verschwunden. Herrje, nichtmal eine Nummer konnte sie schieben, ohne auf die beiden Holzköpfe achtgeben zu müssen! Sie waren gerade fertig gewesen, als sie den Rauch bemerkten. Sie verließen das Gebäude durch die Hintertür und da war es auch schon zu spät, es brannte lichterloh. Sie hatte sich zurück zu den anderen geschlichen, die in der Menge standen und fassungslos in die Flammen starrten, die die Holzhütte verschlangen. Ein Mann in der Menge raunte “er hat ein paar Feuertricks vorgeführt und plötzlich brannte der Vorhang”. Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen, dann hatte sie ihre beiden Gefährten mit sich fortgezogen.

All dies hatte dazu geführt, dass sie sich gemeinsam auf ihre Reise begaben und einen Gott töteten. Schon erstaunlich wie die Pfade des Lebens so verliefen.

Doch das alles wäre völlig unerheblich, wenn diese Gauner sie dafür vor die hiesige Gerichtsbarkeit zerrten. Momentan wehrte sie sich und der einzige Grund warum sie noch hier war war der, dass sie sich jedesmal sofort verwandelte, wenn sie versuchten sie zu fesseln und zu transportieren. Die Halunken schafften es nicht sie dorthin zu bringen. Nun hatten sie sich eine andere Lösung überlegt, um an ihr Kopfgeld zu kommen. Schon in diesem Moment war eine Delegation Soldaten zu ihnen unterwegs, um sie in Empfang zu nehmen und denen konnte sie nicht einfach die Köpfe abreißen. Die würden sie vor einen Richter zerren und am nächsten Baum aufknüpfen.
Sie ließ den Kopf gegen den kalten Stein der Mauer sinken und schloss die Augen. Es wäre ein Leichtes einen Storch, oder einen Adler herbeizurufen und ihn über das Meer zu senden, um ihren Freunden eine Botschaft zu schicken, aber sie tat es nicht. Ihr Stolz ließ es nicht zu und was half es? Dann würden sie alle drei zur Rechenschaft gezogen. Nein, das würde sie auf keinen Fall tun.

Anderswo:

Im neu errichteten Gasthaus im Hafen von… schenkte der smarte Wirt Cassandra, der Kapitänin der unsinkbaren Jungfrau X ein Bier ein, als jemand mit Neuigkeiten hereinstürmte. Völlig außer Atem sank der Mann an der schnieken neuen Bar auf einen Hocker. Die neue Kneipe war größer und schöner als die alte, die sogenannte “Versicherung” hatte sich für den Wirt voll gelohnt. Der aufgeregte Stammgast wedelte mit der Hand nach einem Getränk, um seine trockene Kehle zu benetzen und ein Bier landete vor ihm auf der Theke. Er nahm einen tiefen Schluck, knallte das Glas auf den Thresen und sagte laut “Habta schon jehört? Die ham die Brandstifter endlich gefasst! Zumindest eine von den’, die Frau”, dabei blickte er Achtung heischend in die Runde. Cassandra und der Wirt sahen sich an. Die Kapitänin der unsinkbaren Jungfrau X hatte die Gerüchte natürlich gehört und eins und eins zusammen gezählt, aber sie war mit diesen Leuten gereist, hatte Seite an Seite mit ihnen gekämpft und sie mochte sie. Der Wirt war ebenfalls nicht so begeistert, wie man es vielleicht erwartet hätte. Er hatte ebenfalls schöne Erinnerungen an seine Zeit mit Mab und da sie zum Zeitpunkt des Geschehens bei ihm gewesen war, konnte sie auf keinen Fall der Auslöser gewesen sein. Es war wohl ihr Begleiter, der Magier gewesen, aber das war ihm ohnehin einerlei. Gasthäuser brannten ständig ab und dieser hatte sich als äußerst vorteilhaft für ihn erwiesen. Er wollte nicht, dass sie dafür bestraft wurde.
Kapitänin und Wirt hielten den Blickkontakt, dann nickte der Wirt ihr zu. Ohne ein weiteres Wort verließ sie die Bar und eine Stunde später lief die Unsinkbare Jungfrau X Richtung Bahia aus dem Hafen.

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Auf Messers Nadel
Wie man einen Gott tötet - oder sich selbst

Mab erwacht am nächsten Morgen als erste und stellt fest, dass Torolf, der für die letzte zuständig war, tief und fest schlief. “He!” ruft sie und stößt ihn unsanft mit dem Fuß an. “Du bist ja eine tolle Wache!”, schimpft sie. Torolf gähnt genüsslich und richtet sich auf, “Keine Sorge, Geb hat über uns gewacht”, teilt er ihr gutgelaunt mit und grinst breit. Mab schneidet eine Grimasse, “sag mir bitte nächstes mal Bescheid, wenn du beschließt deine Wachschicht von einem Gott erledigen zu lassen, dann bleibe ich nämlich lieber auf”, grummelt sie. Von dem Gezanke wahr nun auch Ferondal auf. “Guten Morgen” sagt er fröhlich und schält sich zerzaust aus seinen Decken. Sie brauchen nicht lange um sich aufbruchsbereit zu machen und ziehen gleich weiter. Die Felsspitze, die die Nadel genannt wird, eehebt sich mittlerweile hoch über ihnen. So hoch, dass ihre Spitze im Dunst des Horizonts verschwindet. An ihrer Basis angelangt halten sie an und sehen hoch. Über ihnen, in einer Höhe von etwa 30 Metern können sie ein Tor im Fels erkennen, gesäumt von ein paar behauenen Säulen. Ein paar Vögel kreisen um den Felsen. Es führen weder ein Weg, noch eine Treppe hinauf. Mab steigt ab und verkündet, sie werde zur Erkundung mal hoch fliegen und schon erscheint ein gewaltiger Adler an ihrer Stelle, der sie mit merkwürdig gelben Katzenaugen anblickt. Torolf kommt gerade noch dazu, ihr ein Seil zu reichen, das sie oben irgendwo befestigen soll, damit sie beide hinauf klettern können. Der Vogel legt den Kopf schräg, nimmt das Seil aber vorsichtig in den Schnabel bevor er losfliegt.
Sie erreicht den Eingang, landet sicher auf dem breiten Sims davor und verwandelt sich zurück. Sie spuckt das Seil aus – Igitt – und wickelte es so gut es geht um eine der Säulen. Sie zieht noch einmal prüfend daran, nickt dann aber zufrieden – wird schon halten, vermutlich – und winkt ihren Gefährten am Boden zu.
Torolf folgt als nächster. Er kommt zügig voran, doch auf halber Strecke wird er von einem dieser Greifvögel angegriffen, die sie zuvor schon gesehen hatten. Der Barde sieht das Tier auf sich zukommen und klettert den Rest der Strecke in Höchstgeschwindigkeit hoch. Kurz danach zieht er sich neben ihr auf das Sims. Ferondal hat es etwa zur Hälfte das Seil hinauf geschafft, als der Greifvogel auf Torolf hinab stößt. In einem verzweifelten Versuch ihn abzuwehren schwingt der Barde sein Chepesh, doch es gelingt dem Tier seine Schultern zu packen. Schreiend baumelt er von den Krallen des Vogels, während er mit in die Lüfte gehoben wird. Ferondal und Mab reagieren gleichzeitig. Statt der menschlichen Gestalt der Druidin erhebt sich nun wieder ein stattlicher Raubvogel in die Luft und setzt dem Angreifer nach. Der Magier, eigentlich immer noch mit dem Aufstieg beschäftigt, greift mit sicherer Hand das Seil, streckt die andere seinem Ziel entgegen und schießt einen Feuerball, der dessen rechten Flügel trifft. Das Gefieder geht in dem Augenblick in Flammen auf, als Mab Torolf erreicht und sich auf seine Beine stürzt. Nun zwischen den beiden Vögeln hängend, blickt dieser entsetzt von den Flammen am Flügel des einen, zu dem zweiten, der ihn gepackt hält und kneift die Augen zu.
Kaum hat die Druidin ihren Mitstreiter fest im Griff, trifft auch schon Ferondals nächste Salve den zweiten Flügel des Tiers. Mit einem gellenden Schrei stürzt es ab. Nun hängt er kopfüber unter dem zweiten Ungetüm, das in einen Sinkflug geht. Vorsichtig setzt sie ihn auf dem Sims ab. Er springt auf und versucht etwas Abstand zu dem Vogel zu gewinnen, doch das Vieh ist hartnäckig. Es folgt ihm einige Schritte und kraht ihn an. Wild wedelt er mit dem Chepesh und macht “Kschkschksch”-Geräusche. Plötzlich ist der Vogel verschwunden und die Frau steht vor ihm, “Oh, Mab”. Sie verdreht die Augen. Sie hatte ihn in den Innenraum getrieben, Ferondal war ihnen gefolgt und sie gehen weiter hinein.

Vor ihnen erstreckt sich eine hohe runenbedeckte Halle, runde Säulen dekorieren die rissigen Außenwände und in dessen Mitte steht eine Brunnenschale auf einem Podest, die sofort alle Blicke auf sich zieht. Ein Blick in den Brunnen reicht um festzustellen, dass der Boden zerschmettert wurde und der Inhalt bis auf einen kleinen Rest abgeflossen ist.
Sorgfältig sehen sich die beiden Männer um und Ferondal ist sich sicher, dass sie hier ein gebrochenes Schutzsiegel vor sich haben. Torolf bestätigt diese Vermutung, er habe ebenfalls schon von solchen Mechanismen gehört. Theatralisch ermahnt er zu besonderer Vorsicht und spricht ein Stoßgebet an Geb. Mab ist sichtlich unbeeindruckt, weniger hätte sie auch nicht erwartet.
Vorsichtig nähern sie sich der einzigen Tür, die hinaus führt. Es war ein großes eisernes Tor, dessen Ketten und Flügel von gewaltiger Kraft aufgebogen worden waren.

Von dort aus gelangen sie in einen Gang, der sich spiralförmig im Inneren der Felsnadel nach oben schraubt. Die Außenwände sind in unregelmäßigen Abständen durchbrochen, sodass ausreichend Licht in den schmalen Gang fällt.
Nach einem schier endlosen Aufstieg erreichten sie einen weiteren Raum. Vorsichtig treten sie ein und ihr Blick fällt sofort auf eine große Waage, die einen Großteil des Raums einnimmt. Ein Teil hängt hoch über ihren Köpfen in der Luft, der andere, mit einem großen Stein beschwert, scheint einen Durchgang zu verdecken. Der Weg zur Waage ist gesäumt von steinernen Statuen, die auf den ersten Blick an Soldaten erinnern, aber bei genauerem Hinsehen fällt einem auf, dass sie Echsenköpfe besitzen. Mab senkt ihren Geist in eine von ihnen, aber alles was sie erfährt ist, dass sie sehr sehr alt sind. In der Zwischenzeit hat Torolf bereits das Gerüst an der Seite der hohen Waagschale erklommen und dort ein zeremonielles Messer gefunden. Es scheint ihm offensichtlich, dass hier ein Blutopfer verlangt ist und ritzt sich ohne Umschweife damit in den Finger. Sein Blut tropft in die Schale, ein leichtes Beben erschüttert den Raum, als sich die Waagschale ein Stück senkt. Das Blutopfer fordert allerdings seinen Tribut: die Wundränder des Schnitts verfärben sich schwarz und der Barde spürt, wie ihn eine leicht Schwäche überkommt. Schockiert starrt er auf das schwarze Gewebe und fragt sich, warum um Gebs Willen er nicht einfach sein eigenes Messer genommen hatte! Das Gewicht mit dem Stein hatte sich nun zwar ein Stück gehoben, aber nicht genug, um passieren zu können. Es verlangte noch mehr Blut. Doch bevor noch irgendjemand Zeit hatte etwas anderes zu tun, eilt Ferondal festen Schrittes an Mab und Torolf vorbei, nimmt diesem das Messer aus der Hand und führt es in einer schnellen Bewegung über seine gesamte Handfläche. Das Blut quillt hervor und ergießt sich in einem Schwall in die Opferschale. Heftiger Schmerz durchfährt den übermütigen Magier und auch seine Handfläche verfärbt sich schwarz. Er taumelt, fängt sich aber wieder und der Stein hebt sich vollends, der Durchgang ist frei!

WIP

Ferondal geht mit Leuchtestab voraus, sehr dunkel, Torolf wird gepackt, kann ausweichen, menschliche Oberkörper verschmolzen mit Wänden, uralt, verflucht und gefangen bis Herrscher fällt, bitten um Befreiung. Torolf quatscht uns da durch, am Ende neue Tür, Ferondal öffnet sie, Typ in Kutte brüllt “ihr kommt zu spät, es ist vollbracht!” und lässt etwas in einen Sarkophag fallen. Torolf wirft Dolch, trifft Typ in die Stirn. Mab verwandelt sich in Raubkatze und springt dem Gegenstand nach um ihn abzufangen. Ferondal…

Amulett tanzt am Rand des Sarkophags, Torolf beschwört Wind durch Geb, Münze fällt außerhalb auf den Boden. Amophes erhebt sich riesig, Skorpionschwanz, Eisenkette – Kampf – “das hüpf ich weg”…

Sieg über Amophes, Explosion, alle an die Wand geschleudert. Heller Lichtstrahl, Erscheinung Geb, jeder hat einen Herzenswunsch frei. Ferondal wünscht sich ein Meister des Feuers zu sein, Mab in ihre Heimat zurückkehren zu können und Torolf weiterhin Gebs Glauben in die Welt tragen zu dürfen.

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Etwas Großes braut sich zusammen
Feuer und Flamme für alte Götter

Sie waren hergekommen, um Amophes aufzuhalten. Das erste Ziel Ihrer Etappe stellte Anfalaat dar, die südlichste Küstenstadt und der Bergformation genannt “die Nadel” am nächsten. Anfalaat besaß drei Sehenswürdigkeiten: den Glockenturm, mit der großen goldschimmernden Glocke, eine gewaltige Kamelstatue und eine Schokoladenfabrik.

Im Hafen von Anfalaat angekommen packten sie ihre Bündel und gingen von Bord. Sie waren erst einige Schritte weit gekommen, da hörten sie plötzlich eine vertraute Stimme hinter sich. “Hallo Leute, wartet auf mich!”. Ungläubig drehten sie sich um, doch da war er: Gerri Stubbs. In eine um ihn schlabbernde Lederrüstung gehüllt und mit einem Beutel über der Schulter rannte er auf kurzen Beinen hinter ihnen her. Mab machte ein Gesicht, als hätte sie in eine Zitrone gebissen. “Was machst du denn hier?!” fragte sie völlig fassungslos. “Ich habe eure flammende Rede auf dem Marktplatz gehört und da dachte ich ‘ja, lasst uns in die Schlacht ziehen’. Ich will helfen” und dabei strahlte er über das ganze Gesicht. Keiner von ihnen brachte es übers Herz ihm zu sagen wie unglaublich schlecht diese Idee war. Also klopfte Torolf ihm nur auf die Schulter, bevor er ihn mit sich zog und sagte “aber wir müssen deine Rüstung noch rot färben”. Dabei warf er Mab mit einem breiten Grinsen einen vielsagenden Blick zu, die ihrerseits nur finster zurückstarrte. Wie hatte er es nur geschafft sich die ganze Fahrt über an Bord des Schiffes vor ihnen zu verstecken? Sie hätte ihn auf jeden Fall sofort am nächstbesten Hafen abgesetzt und zurück geschickt. Was hatte er sich nur dabei gedacht?! Er war ein Mann der Bücher, nicht des Schwertes. Sie quartierten sich im Gasthaus ein, bestellten eine Mahlzeit und dann stellten sie ihm genau diese Fragen. Stolz präsentierte er seinen Beutel voller Bücher, Abschriften die er von Werken angefertigt hatte, die ihm nützlich erschienen. Das könnte tatsächlich hilfreich sein, doch ihn konnten sie auf keinen Fall mitnehmen, das wäre sein Tod.
Doch der kleine Mann glühte vor Begeisterung, also mussten sie ihm irgendeine Aufgabe geben. “Gerri, wie wäre es denn, wenn du versuchst etwas über Amophes und seinem Einfluss in Anfalaat herauszufinden? Das wäre uns wirklich eine große Hilfe” “Wirklich? Ja! Ja, das kann ich tun” und damit wuselte er davon. Seine Tasche mit den Büchern ließ er liegen, Ferondal nahm sie in Gewahrsam. Mab buchte dem Bibliothekar auf Abwegen eine kleine Kammer im Gasthaus, damit er wenigstens eine Unterkunft hätte.

Dann trennten sich die drei Gefährten: Torolf wollte sich einen Eindruck von der Stadt verschaffen und seine Sehenswürdigkeiten besuchen, Ferondal hatte sich vorgenommen sich dem Studium seiner geliebten Lektüre widmen und Mab hoffte auf dem Markt ein Mittel zur Beruhigung finden, das ihr endlich mal wieder eine Nacht ruhigen Schlafes bescheren sollte.


Seit Wochen wurde Mab von Alpträumen gequält: Die Stadt brannte…
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Welche, das wusste sie nicht. Die Hitze war überwältigend, jeder Atemzug brannte in den Lungen. Alles stand lichterloh in Flammen und in der Mitte des gewaltigen Infernos war der Umriss einer menschlichen Gestalt zu erkennen.

An dieser Stelle wachte sie jedes mal schweißgebadet auf und er wiederholte sich endlos, sobald sie wieder einschlief. Nacht für Nacht. Sie hatte seit Ewigkeiten nicht mehr erholsam geschlafen, was sie äußerst übellaunig machte. Während Mab also schlecht gelaunt am Frühstückstisch saß, verkündete Torolf, er wolle die Stadt erkunden gehen. Sie hatte keine große Lust auf Gesellschaft, aber auf den Markt zu gehen und sich dort ein wenig umzusehen schien ihr eine gute Idee zu sein. Vielleicht fand sie etwas, das ihre Nerven ein wenig beruhigen konnte.


Ferondal begrüßte es sehr ein wenig Zeit für sich allein zu haben, wollte er sich doch dringend dem Studium seiner teuren Lektüre widmen. Es war schwere Kost, daher brauchte er wirklich Ruhe, um sich darin vertiefen zu können. Der Nachmittag verging wie im Fluge und nach einigen Stunden hatte er das Gefühl etwas in sich in Schwingung gebracht zu haben. Eine Art Gleichgewicht, das vorher noch nicht da gewesen war, doch es war ihm plötzlich unmöglich noch weiter zu lesen. Er musste das Werk beiseite legen und ein wenig zur Ruhe kommen.


Torolf besuchte als erstes den berühmten Glockenturm. Es war ein beeindruckendes Gebäude von stattlicher Größe und die Glocke funkelte golden im Schein der Sonne. Sehr schön. Gesehen. Wo geht es weiter? Ah ja, die Kamelstatue. Zielstrebig machte er sich auf den Weg. Er fand sie leicht, auch sie war nicht gerade klein. Glänzend markierte sie das Ende des kleinen Marktes, wo sich die Aromen von Gewürzen, heißem Stein und Kameldung mischten. Er betrachtete die Statue und sinnierte gerade darüber, warum man sie wohl errichtet hatte, als ein Mann an seiner Seite auftauchte und ihn ansprach. Er war Kamelhändler und bot ihm seine Waren feil. Misstrauisch stellte Torolf ihm erst einige Fragen, doch nachdem er von seiner Aufrichtigkeit überzeugt war empfand er große Sympathie für den Mann. Er hieß Kasaak und arbeitete hier in der Außenstelle der westlichen Gemeinschaft der Kamelhändler, die leider nicht besonders gut lief, ihn aber hier fesselte. Er lebte nicht gern hier und vermisste seine Heimat, konnte diese Außenstelle jedoch erst schließen und nach Hause zurückkehren, nachdem er hier alle Tiere verkauft hatte, noch acht Stück an der Zahl. Er erzählte ihm auch, wie es zu der Errichtung dieses Denkmals kam: es gab diese Sage von dem Kamel, der seinen Besitzer bei einem Notfall fünf Tage und fünf Nächte am Stück quer durch die gesamte Wüste von Bahia getragen hatte, bis hierher nach Anfalaat. Es war ein Wahrzeichen für besondere Treue und Hingabe. Kurzentschlossen kaufte Torolf ihm alle acht Kamele ab, inklusive einem, das lahmte. Kasaak hatte nicht versucht diesen Umstand zu verschleiern und ihm dafür einen guten Preis gemacht. Er schlug ein. Zufrieden mit sich selbst kehrte er in sein Zimmer im Gasthaus zurück, um die Bezahlung zu holen. Kasaak würde inzwischen alles für die Übergabe vorbereiten.


Mab schlenderte gedankenverloren über den Markt, sie fragte sich wohl zum einmillionsten mal, was der Traum zu bedeuten hatte und wie sie dieses Inferno verhindern konnte. Ein großer Kräuterstand erregte ihre Aufmerksamkeit. Säcke voll duftender Gewürze standen auf dem Boden und Bündel fremdartiger getrockneter Kräuter hingen von den Stützbalken des Stands. Sie blieb stehen und sog den exotischen Duft ein. Der Händler erkannte seine Gelegenheit sofort und sprach sie an. Sie erklärte ihm ihre Lage und dass sie ein Mittel für erholsamen Schlaf suche. Er lächelte selbstzufrieden, natürlich hatte er soetwas in seinem Sortiment. Er förderte ein Rauchwerk – wie wunderbar! – namens Holzhammers Pfeifenkraut zutage, warnte sie jedoch ausdrücklich davor es pur zu genießen, denn das Zeug haue selbst stärkste Männer um. Er bot ihr ebenfalls eine bereits vorverdünnte Mischung an, die sie dankend ablehnte. Sie kannte sich nun wirklich gut genug mit Kräutern aus, um das selbst zu erledigen. Außerdem könnte sie etwas, das selbst Büffel betäuben konnte vielleicht mal noch brauchen.
Zurück im Gasthaus angekommen ist es später Nachmittag und damit noch früh, doch Mab entschuldigt sich und zieht sich zurück. Sie setzt sich auf den Hocker am Fenster, verschneidet sorgfältig ihre neue Errungenschaft mit dem normalen Kraut und raucht dann genüsslich ihr Pfeifchen. Augenblicklich schläft sie tief und fest ein. Völlig traumlos schwebt sie dahin, durch weißen Nebel und wundervolles Nichts.


Bei einer fröhlichen Mahlzeit sitzen Ferondal und Torolf im Schankraum und tauschen sich aus. Torolf war sehr stolz auf seine Ausbeute auf dem Kamelmarkt und Ferondal fühlte sich immer noch ganz berauscht von dem Wissen, das er in sich aufgenommen hatte. Beschwingt durch den Erfolg der letzten Stunden macht sich Ferondal über eins von Gerris Büchern her. So entdeckt er ein paar interessante Neuigkeiten über die alten Götter Bahias:
In den Grenzlanden dieses Gebietes wurde Gebs Bruder verehrt. Er stellt den Gegenpol zu seiner Macht dar und repräsentiert üppige Fruchtbarkeit, dargestellt durch blühende Oasen. Das steht in krassem Kontrast zur verzehrenden Macht von Gebs Feuer. Das war ihnen neu.
Doch wo war eigentlich Mab? Seit sie sich vor einiger Zeit verabschiedet hatte, war sie nicht wieder aufgetaucht. Sie konnte sich doch unmöglich schon so früh zu Bett begeben haben. Und wo war eigentlich Gerri? Er war seither auch verschwunden. Sie werden doch wohl nicht zusammen…? Magier und Barde sehen sich an. Sie mussten Nachsehen! Vorsichtig schlichen sie sich zu Mabs Tür. Torolf war schneller und linste als erster durch das Schlüsselloch. Er konnte ihre Beine erkennen, schräg von sich gestreckt, so als ob sie auf einem Hocker, oder derlei sitze. Es sah unbequem aus, aber sie rührte sich nicht. “Los, klopf mal”, Ferondal klopfte. Er rief “Maaab? Alles in Ordnung?”. Keine Reaktion. Sie lauschten, dann vernahmen sie ein leises Geräusch, ein Klicken, so als sei etwas kleines zu Boden gefallen, gefolgt von einem Husten. Sie tauschten kurz die Plätze und diskutierten gerade darüber, ob wohl alles in Ordnung sei, als Gerris Stimme aus nächster Nähe ihnen fast einen Herzinfarkt bescherte. “Was macht ihr denn da? Ist das nicht Mabs Zimmer?”. Erschrocken begann Ferondal zu stammeln “Da bist du ja! Wir dachten, vielleicht äh… “ Torolf brachte ihn mit einem Stoß in die Rippen zum Schweigen. “Sie ist nur recht früh auf ihr Zimmer gegangen und wir wollten nur sicher gehen, dass alles in Ordnung ist. Aber sie ist wohl nur eingeschlafen, siehst du?” sagte er und alle drei beugten sich Richtung Schlüsselloch. Genau in diesem Moment kam der Wirt den Gang entlang und sah, wie sie sich alle drei zur Tür beugten. Er runzelte die Stirn und warf ihnen einen vorwurfsvollen Blick zu, während er an ihnen vorbei ging und mit dem Kopf schüttelte. Gerri wurde puterrot, Ferondal trat von einem Fuß auf den anderen und Torolf sagte leicht ärgerlich “ich glaube wir haben genug gesehen, es scheint alles bester Dinge zu sein. Lasst uns gehen”.


Torolf und Ferondal gehen los, um die Kamele bei Torolfs neuem Händlerfreund abholen, der bereits alle Zelte abgebaut hat und sich überglücklich auf seine Heimreise vorbereitet. Erst danach kommt Gerri dazu ihnen zu erzählen, dass er es geschafft hatte eine Karte mit dem kürzesten Weg zur Nadel zu ergattern. Es hatte ihn eine hübsche Summe Geld gekostet, aber er hatte sie bekommen. Sein Gesicht strahlte vor freudiger Erwartung. Die beiden Gefährten sahen sich an, dann die Karte. Wie sie befürchtet hatten: es war eine ganz normale Karte dieser Gegend. Sie fragten ihn, wieviel genau er dafür bezahlt hatte, er nannte ihnen den Betrag. Es war praktisch sein gesamtes Barvermögen gewesen. Torolf stöhnte, Ferondal amüsierte sich prächtig. “Aber Gerri, wir sind in der Wüste! Da gibt es keinen ‘kürzesten’ Weg. Man hat dich betrogen!” Der Barde versuchte noch etwas zu retten und fragte den Bibliothekar, ob er den Mann wiedererkennen würde, der ihn so übers Ohr gehauen hatte. “Aber sicher” sagte Gerri ernst, “er trug ein weißes Gewand”. Ferondal erstickte fast vor Lachen und versuchte diesen Umstand mit einem vorgetäuschten Hustenfall zu maskieren, während Torolf aussah als würde er an Verstopfung leiden. Schließlich brachte der heraus “Ich glaube da lässt sich dann wohl nichts mehr machen. Betrachte es als Lehrgeld”. Sie kehren ins Gasthaus zurück und dank Mab, die für Gerri bereits ein Zimmer gebucht hatte, konnte auch dieser sich zur Nachtruhe begeben.

Am nächsten Morgen trafen sich die Männer zum Frühstück im Schankraum, von der Druidin immer noch keine Spur. Konnte es sein, dass sie immer noch schlief? Gerri beschließt nachzusehen, geht zu ihrem Zimmer und klopft vorsichtig an ihre Tür, doch es regt sich nichts. Er kehrt zum Tisch zurück und nun nimmt Torolf die Sache in die Hand. Er hämmert mit der Faust an ihre Tür “Mab?! Mab, bist du wach?”.

Erschrocken fährt sie hoch, als jemand an ihre Tür hämmert. Krampfig erhebt sie sich von dem Schemel, auf dem sie eingeschlafen ist. Sie klaubt ihre Pfeife vom Boden auf, sie muss sie fallen gelassen haben, als sie so plötzlich eingeschlafen war. Wow, was für ein Teufelszeug! Sie grinste über das ganze Gesicht. Sie hatte die ganze Nacht durchgeschlafen, ohne Albträume! Sie fühlte sich phantastisch. “Mab?! Mab bist du wach?”, hörte sie Torolfs Stimme. “Jaa, bin ich. Ich komme gleich”, das Klopfen hörte auf. Grummelnd entfernten sich seine Schritte. Sie wischte sich einen Sabberfaden mit dem Ärmel ab, ihr Mund fühlte sich staubtrocken an. Sie streckte sich ausgiebig, wusch sich und begab sich zum Frühstück mit den anderen. Sie gönnte sich ebenfalls ein üppiges Mahl, bestehend aus Kamelscheiben auf frischem Ingwer. Eine sehr deftige Mahlzeit für diese frühe Stunde, aber sie hatten ja noch einiges vor sich. Es gab ein ernstes Gespräch mit Gerri, in dessen Verlauf sie ihn dazu brachten hier zu bleiben. Genau genommen hielten es Torolf und Mab für eine äußerst schlechte Idee, während Ferondal keinen Grund sah ihn nicht mitzunehmen. Er erntete von den anderen beiden böse Blicke dafür, doch am Ende nahm Mab Gerri das Versprechen ab hier zu bleiben und ihnen nicht zu folgen.

Sie packten ihren Proviant und drehten eine letzte Runde über den Markt, um gegebenenfalls ihre Bestände aufzustocken. Es schafften in ihre Taschen nützliche Dinge wie Wein, der mit einem Schluck betrunken machte und ein paar Phiolen des Skorpiongiftes “die Tränen der Schlange”, das Mab für sich erstand. Nicht nur kaufte sie es in Torolfs Augen zu einem zu hohen Preis, auch weigerte sie sich zu handeln und verkündete lautstark, sie habe schließlich genug Geld! Der Barde knirschte mit den Zähnen und zog sie fort.


Endlich brachen sie auf und kamen gut voran. Einmal befand sich eine Gruppe Riesenskorpione auf ihrer Route, doch sie entdeckten sie frühzeitig und könnten sie großräumig umgehen. Bei Anbruch der Nacht suchten sie sich eine geschützte Stelle und schlugen ihr Lager auf. Ferondal half Torolf beim Errichten des Lagerfeuers ohne einen Zwischenfall zu verursachen und es war ungewohnt ruhig. Torolf huldigte Geb, während er das Feuer schürte und tatsächlich fiel sogar der Magier mit in die Lobpreisung ein. Mab saß im Sand und betrachtete die Flammen und wie die beiden Männer ihr Tänzchen aufführten. Schon seltsam, wie sich die Dinge entwickelt hatten und wer weiß wo sie noch hinführten. Sie dachte an ihre Albträume, schüttelte den Gedanken jedoch gleich wieder ab. Nicht heute Nacht. Sie war ausgeruht und würde die erste Wache übernehmen. Dann würde sie sich ein Pfeifchen mit ihrem Wundermittel gönnen. Die Männer gingen zu Bett. Plötzlich setzte sich Ferondal neben sie. Er sah sie aufmerksam an, dann sagte er “Gerri mag dich, weißt du?”. Genervt antwortete sie “ja, das weiß ich. Ich mag ihn auch. Ja und? Dich mag ich ja auch”. Er grinste “ich glaube er mag dich ein bisschen mehr”. Sie starrte ihn an “Machst du Witze?!”. Er lächelte immer noch geheimnisvoll, “Ich meine ja nur, vielleicht solltest du ein klärendes Gespräch führen, wenn wir zurück sind”. Sie verdrehte die Augen “und du denkst ihn in einer fremden Stadt zurückzulassen ist nicht deutlich genug?”. Das war lächerlich. Finster starrte sie ihm hinterher, als er aufstand und sich schlafen legte. Als ob sie keine andere Probleme hatte, herrje! Torolf hatte sie vorhin auch schon damit aufgezogen. Zeit für eine kleine Rache, grinste sie in sich hinein. Leise flüsterte sie seltsame Laute in den Sand und kurz darauf erschienen einige Käfer, die schnurstracks in die Schlaflager ihrer beiden Gefährten krabbelten. Sie kicherte in sich hinein, “ruhigen Schlaf, Jungs”.
Nach verstreichen der halben Nacht weckte sie Torolf und ging zu Bett. Sie stopfte sich die Pfeife und schlief noch im Schneidersitz ein.
Torolf wurde von Mab geweckt, er brauchte einen Moment, um sich zu erinnern, dass er die zweite Wache hatte übernehmen wollen. Aber er war so absolut sicher, dass Geb nach dem großartigen Ritual dieses abends heute Nacht über sie wachen würde, dass es Verschwendung wäre aufzubleiben. Es war absolut nicht nötig, dass er sich dafür die halbe Nacht um die Ohren schlug. Mit diesem Gedanken drehte er sich einfach um und schlief weiter.
Glücklicherweise behielt er recht und sie blieben die Nacht ungestört, ob es nun Gebs Werk war, oder nicht.
Mabs kleiner Streich war bis auf ein wenig Käfermatsch im Bett größtenteils unbemerkt geblieben. Schade eigentlich. Aber es hatte sich trotzdem gut angefühlt.


Sie brachen früh auf und kamen gut voran, als sich ihnen plötzlich eine Sturmfront näherte. Ein gewaltiger Sandsturm kam auf sie zugerollt, soetwas wollte man wirklich nicht ungeschützt erleben. Wieder bekamen sich Torolf und Mab wegen einer Trivialität in die Haare, da erreichten sie die ersten Böen. Schlagartig kehrte Ruhe ein. Mab stieg ab, kniete sich auf dem Boden und legte beide Hände auf dem Sand. Plötzlich geriet der Untergrund in Bewegung, zog sich wie eine Welle im Meer zurück und bog sich über sie. So erstarrte die Sandwelle, unter sich ein hübsches geschütztes Plätzchen in das sie, inklusive der Kamele passten. Sie kauerten sich zusammen und ließen den Sturm unbeschadet über sich hinweg rollen.
Nachdem der Sturm vorüber gezogen war konnten sie nur noch wenige Stunden reisen, bevor sie wieder Lager machen mussten.

In dieser Nacht verzichtete Mab auf das neue Pfeifenkraut und so kamen mit dem Schlaf auch die Träume, aber sie hatten sich verändert. Feuer. Und in der Mitte eine Gestalt. Sie versuchte darauf zuzugehen und das Feuer wich zur Seite, machte den Blick auf eine Lichtung frei. Eine Szene die sie kannte: es war der Hain der Beschützer aus ihrer Heimat und am höchsten Punkt saß der Beschützer selbst, in seiner Wolfsgestalt. Sie lief auf ihn zu, doch je schneller sie wurde, desto weiter schien er entfernt zu sein. Sie hielt an, “Varya heru!” rief sie ihn in der Sprache der Alten. Er drehte den Kopf und sah sie an. Seine Worte klangen in ihrem Kopf “Halte durch, Kind. Es ist nicht mehr lang”, dann schlugen die Flammen hoch. Sie wachte auf.

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